io++004 - the 39 clocks im übungsraum 1979.

18.09.07, 19:41:49 von siemers
damals trugen wir ja alle seltsame namen: christian henjes nannte sich noch "zero jack", jürgen gleue war "genius no. 17" und die 39 clocks hatten gerade eben noch als "the killing rats" das hannöversche altstadtfest gerockt (ein seltsames ereignis: lüttje lagen und persiko machten sogar die oldie- und rockprolls gefügig: auf der bühne drei schmale hemden an ihnen völlig unbekannten instrumenten und ein viertes schmales hemd las vom blatt innerlichkeitlichkeiten zwischen baudelaire, schwitters und bukowski). die psycho-beat-szene in der nordwestdeutschen nichtganzsotiefebene begann sich zu formieren; von hannover über nienburg, eystrup und verden bis bremen zeigten sich kurz nach punk die ergebnisse einer diät auf der basis von john cale, kim fowley, brian eno und sky saxon. und die scheuen 39 clocks verzogen sich in den übungsraum.

die ganze geschichte der 39 clocks hat martin fuchs in einem wunderbaren essay zusammengefasst (ein langer text auf englisch mit einem bitteschön stillschweigend zu ignorierenden pop-up von lycos); wir hören ein bis dato nicht bekanntes relikt aus der zeit zwischen dem altstadtfest und der ersten single: die 39 clocks im übungsraum, vermutlich im spätsommer 1979. jg39 und ch39 an den üblichen ihnen zugewiesenen instrumenten (gleue eher bass, henjes mehr gitarren als keyboards), als gast ist emilio winschetti mit seinem neuen korg ms-20 dabei und eine maschine pluckert fast so zuverlässig wie später rüdiger klose. fünfzig minuten ungeschnitten und einfach draufgehalten: die stimme ist meistens nicht zu hören, dafür ist der rest umso lauter.

die offiziellen platten der 39 clocks sind wie bereits einmal erwähnt im brotbeutel und in der dorfdisco braunsfeld zu finden, weitere seltsamkeiten wie gewohnt in der abteilung spurensicherung. no fun.

|>> the 39 clocks - übungsraumsituation 1979

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  1. W.W. sagt:
    Essenzieller Lärm!
    Ist heute wichtiger denn je.
    Thx für clocks + Gruß an Bernd!
    W.W.

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