io++317 - carl maria von weber blickt 1809 auf die brachen des kulturellen lebens in stuttgart

10.10.14, 16:17:39 von siemers
es gibt keinen ort, keinen kulturellen austausch, kein aussen. das kleinteilige geistesleben schmort im eigenen saft, die wenigen interessierten sind einer differenzierten wahrnehmung nicht fähig. in seiner schrift "ansicht des gegenwärtigen zustands der kunst und literatur in stuttgart" kommt carl maria von weber 1809 zu einem vernichtenden urteil: er attestiert den stuttgartern eine offensichtliche beschränktheit und eine erschlaffte urteilskraft; später im text relativiert er das ein wenig und erwähnt lobend zum beispiel die namen dannecker, von thouret und von hetsch; den teil habe ich natürlich weggelassen. der komplette text ist in der weber-gesamtausgabe zu finden; herzlichen dank an peter stadler.

die aufnahme entstand 2003 in der liederhalle im rahmen der von der musikhochschule stuttgart veranstalteten reihe "berühmte komponisten im 19. jahrhundert zu gast in stuttgart"; der sprecher ist vermutlich klaus hemmerle, die linernotes sind da nicht so ganz eindeutig.

|>> carl maria von weber - when in stuttgart...

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